Ausstellung in der Galerie der Künstler
Auszug aus dem Artikel SZ vom 1.10.1987
Drei Maler-drei Positionen
Zu einer Ausstellung in der Galerie der Künstler
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Dieter Stöver, 1922 in Oldenburg geboren, war nach seinem Studium an der Städelschule in Frankfurt und an der Akademie in München zunächst als Kunsterzieher tätig. Er lebte bei Lenggries. Als Maler hat er aus der Natur wahre Wunder an Nuancen und Stimmungen in Farbe, in eine vom Material her eher spröde Malerei unter Verwendung von Sackleinwand im Sinne der Collage und, erstaunlich früh, mit Acrylfarben umzusetzen gewußt. Seine Bilder überlassen dem Auge viel Seharbeit ähnlich wie die der Impressionisten - nur mit anderen Mitteln, anderen Werten und anderen künstlerischen Absichten und Zielen. Denn nicht der Glanz der Welt und ihrer Erscheinungen im Licht sondern das Ambivalente von Erde, Nebel und Gestein, von Schnee und wehendem Wind waren für ihn Anlaß, das Verborgene, Beständige, Tragende einer Welt der wechselnden Erscheinungen sichtbar zu machen.
Im Grunde war Stöver mit seinem Blick mehr für Strukturen denn für betörende Oberflächen ein meditierender Maler. Nicht das Stoffliche, nicht das Gleißende, nicht Farbenrausch haben ihn immer wieder angezogen. Mit den Mitteln der Strukturierung hat er das Unantastbare der Natur in Frühling und Herbst zum Thema gemacht das in kargen Gegenden sich so kostbar gibt Stövers Landschaften zeigen eine schweigende Welt: Man könnte Tautropfen darin fallen hören, das Knistern schmelzenden Schnees oder das Fallen einzelner welker Blätter. Alles ist im Einfachen groß und im Übergang als beständig zu erkennen. Was für eine Botschaft in einer Zeit wie der unseren.
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Doris Schmidt